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| Reiherente - Aythya fuligula (LINNAEUS, 1758) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Wirbeltiere (Vertebrata)
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| Klasse: | Vögel (Aves)
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| Ordnung: | Gänse- und entenartige Vögel (Anseriformes)
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| Familie: | Entenvögel (Anatidae)
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Fotos (© Kirstin Meyer)
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Herten
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 (xxl-Foto) 03.2006 Männchen |
 (xxl-Foto) 03.2006 Männchen |
 (xxl-Foto) 07.2005 Weibchen |
| Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich |
 (xxl-Foto) 07.2005 Weibchen |
 (xxl-Foto) 11.2006 Weibchen |
 (xxl-Foto) 07.2005 Weibchen/Jungvogel |
| Besondere Merkmale |
Männchen: schwarzweiß gefärbt mit herabhängendem Schopf; blauschwarz schillernder gerundeter Kopf, Brust und Rücken; Flanken und Unterseite scharf abgesetzt weiß; silbergrauer Schnabel mit schwarzer Spitze; schwefelgelbe Augen; Flügel: 194-215 mm
Weibchen: variable Färbung, insgesamt schokoladenbraun mit helleren, beige gestreiften Flanken; angedeuteter Nackenschopf; gelborangene Augen; Flügel: 185-205 mm
Im Flug erkennt man beide Geschlechter an einem auffällig weißen Flügelband (Aufsicht) im ansonsten dunklen Gefieder.
Ähnliche Arten: Männliche Reiherenten können auf den ersten Blick mit Bergenten verwechselt werden. Reiherenten können aber aufgrund des Schopfes und des schwarzen Rückens unterschieden werden.
Weibliche Reiherenten haben manchmal einen weißen Fleck am Schnabelgrund, aber nie so groß wie die weibliche Bergente. Außerdem sind Reiherenten kleiner, haben eine andere Kopfform und haben eine breite schwarze Schnabelspitze.
Das komplette Federkleid der Reiherente können Sie sich hier anschauen: www.vogelfedern.de
Körperlänge: 40-47 cm
Flügelspannweite: 67-73 cm
Gewicht: Männchen: 475-1028 g; Weibchen: 335-995 g
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| Lebensraum |
Die Reiherente benötigt 3-14 Meter tiefes klares (meist Süß-) Wasser und etwas Ufervegetation. Die meidet extrem warme und kalte Gebiete. Geeignete Lebensräume sind z. B. Süßwasserseen, Kiesgruben, Stauseen, Parkseen, Flußmündungen.
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| Biologie und Lebensweise |
Reiherenten sind häufig in größeren Trupps, vermischt mit anderen Tauchenten, besonders Tafel- und Schellenten unterwegs. Sie tauchen sehr viel. Das Männchen pfeift während der Balz sehr zart, das Weibchen knarrt eher.
Die Daten zu Nest, Eiern und Jungvögeln sind HARRISON (1975) entnommen:
Nest: Ende Mai/Anfang Juni wird mit der Jahresbrut begonnen. Das flache, schalenförmige Nest aus trockenem Gras, Schilf, wenigen Federn/Dunen und Blättern wird oft auf kleinen Inseln oder einem großen Graskissen angelegt. Es liegt meist versteckt in der Vegetation am Wasser oder in der Röhrichtzone, wird aber gerne auch inmitten von Möwenkolonien angelegt.
Eier: 5-12(-18) elliptische bis spindelförmige blaßgrüne bis graugrüne Eier mit einer Größe von 58,9 x 41,1 mm.
Brutdauer/Brutpflege: Das Weibchen brütet die Eier alleine in 23-25 Tagen aus.
Nestlingsdauer: Die Jungen werden vom Weibchen geführt und sind sehr selbständig. Sie können bereits nach wenigen Stunden tauchen und mit etwa 9 Wochen fliegen.
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| Nahrung |
Die Reiherente profitiert von der Wander-/Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha), die im 19. Jahrhundert in Nordwesteuropa eingeführt wurde und sich seither erfolgreich ausgebreitet hat. Samen, Pflanzenteile, kleine Fische, Schnecken, Larven von Wasserinsekten - vor allem Stechmückenlarven und Krebstiere werden ebenfalls gerne gefressen. Der vegetarische Anteil ist eher gering.
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| Verbreitung in D/Welt |
Die Reiherente (engl. = Tufted Duck) ist in weiten Teilen Europas die häufigste Tauchente. Sie kommt in Island, den Britischen Inseln, Nordwesteuropa und Eurasien bis Kamtschatka und Japan vor. Der Bestand der Reiherente nimmt in den letzten Jahren zu und sie hat im Verlauf der letzten 100 Jahre ihr Verbreitungsgebiet immer weiter nach Westen ausgedehnt.
Weltweite Verbreitungskarte der Reiherente bei Avibase.
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| Verbreitung in NRW |
Besonders im Winterhalbjahr in großen Trupps auf größeren Seen teilweise sogar häufiger als die Stockente. In Städten wird sie sogar futterzahm. Auch in NRW nehmen die Bestände in letzter Zeit zu.
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| Benutzte Literatur |
BOYER, T. & J. GOODERS (1991): Taschenführer Enten. Natur Verlag, Augsburg. 143 S.
COUZENS, D. (2006): Der große Vogelatlas. Alle europäischen Arten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. 336 S.
HARRISON, C. (1975): Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens: ein Naturführer z. Fortpflanzungsbiologie. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 435 S.
JONSSON, L. (1999): Die Vögel Europas und des Mittelmeerraumes. Franckh-Kosmos Verlag. 559 S.
KEITH, ST. & J. GOODERS (1982): BLV Vogelführer: 467 Vogelarten Europas. - München; Wien; Zürich: BLV Verlagsgesellschaft. 768 S.
NICOLAI, JÜRGEN (1982): Fotoatlas der Vögel. Gräfe und Unzer GmbH, München. 300 S.
PETERSON, R. (1985): Die Vögel Europas: ein Taschenbuch für Ornithologen und Naturfreunde über alle in Europa lebenden Vögel. 14., verbesserte Aufl. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 535 S.
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| Weitere Informationen zu Vögeln (Aves) im Internet |
Avibase: Umfangreiches Datenbank-Informations-System über alle Vögel der Welt. Sie enthält nahezu 2 Million Aufzeichnungen über 10.000 Spezies und 22.000 Subspezies von Vögeln, einschließlich Verbreitungs-Informationen, Taxonomie, Synonyme in mehreren Sprachen und anderes.
birdnet.de: Das Deutsche Forum zum Thema Vögel. Aktuelles, Forum, Fotos, Archiv...
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