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| Mandarinente - Aix galericulata (LINNAEUS, 1758) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Wirbeltiere (Vertebrata)
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| Klasse: | Vögel (Aves)
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| Ordnung: | Gänse- und entenartige Vögel (Anseriformes)
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| Familie: | Entenvögel (Anatidae)
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Synonym: | Dendronessa galericulata
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Fotos (© Kirstin Meyer)
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Herten/Schlosspark (1,3-5), Bochum/Stadtgarten (2)
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 (xxl-Foto) 11.2006 Männchen |
 (xxl-Foto) 04.2006 Männchen |
 (xxl-Foto) 12.2005 Weibchen |
| Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich |
 (xxl-Foto) 08.2005 weiblicher Jungvogel |
 (xxl-Foto) 02.2005 2 Männchen tanzen für ein Weibchen |
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| Besondere Merkmale |
Erpel: Unverkennbar! Das Gefieder leuchtet rot, orange, blau, grün und beige mit kräftigen schwarz-weißen Streifen. Kastanienbrauner "Backenbart" (= lange Federn); dicker Hals; lackroter Schnabel; orangegelbe Flügel-Segel und Halskrause. Im Ruhekleid ähnlich der Ente aber oberseits grünlichgrau und Schnabel rot
Ente: Graubraun mit weißer Brille; Brust und Flanken graubraun mit weißen Flecken; Spiegel dunkelgrün mit weißem Hinterrand; Schnabel braungrau mit weißer Spitze; Beine schmutziggelb
Jungvögel: Dunkler als die Ente und ohne Brillenbügel
Ähnliche Art: Die Weibchen könnten mit Brautenten verwechselt werden. Diese sind jedoch dunkler mit kleineren Flankenflecken, haben einen nicht so spitzen Schwanz, weniger Weiß am Schnabelgrund und eine schwarze Schnabelspitze
Körperlänge: 41-49 cm
Flügelspannweite: 68-74 cm
Gewicht: 420-700 g
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| Lebensraum |
Besonders waldgesäumte Süßwasser (Teiche, Seen, Flüsse) und Parkanlagen werden gerne aufgesucht.
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| Biologie und Lebensweise |
Mandarinenenten sind sehr ordentliche Flieger. Zwei in Norwegen beringte Tiere sind 24 Stunden später im 800 km entfernten Northumberland beobachtet worden.
COUZENS (2005) beschreibt das Balzritual der Tiere wie folgt: "Bei der Balz hebt der Erpel seine orangefarbenen "Segel" auf dem Rücken an, richtet den Schopf auf und tippt mit seinem Schnabel ins Wasser. Wenn ein Weibchen zuschaut, legt er den Schnabel verlegen hinter einem Segel ab und äußert einen erregten, hauchenden Pfiff." Ein ähnliches Schauspiel zeigt Bild 5.
Die Daten zu Nest, Eiern und Jungvögeln sind HARRISON (1975) entnommen:
Nest: Baumhöhle (oft in Eichen) in bis zu 18 m Höhe (selten auch in Astgabeln); mit weißen Dunen und Federn, Holzstückchen und Pflanzenteilen ausgepolstert. Anfang April beginnt die normalerweise eine Jahresbrut.
Eier: 9-12 elliptisch bis kurz-spindelförmige, bräunlich-rahmfarbene, glänzende Eier mit einer Größe von 48,8 x 36,3 mm.
Brutdauer/Brutpflege: Das Weibchen brütet 28-30 Tage alleine.
Nestlingsdauer: die Jungen lassen sich innerhalb von einem Tag vom Nest fallen und folgen der Ente bis zum Wasser. Bei Gefahr tauchen sie ab.
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| Nahrung |
Mandarinenten ernähren sich an Land von Eicheln, Nüssen, Samen, Würmern, Schnecken und Insekten. Eicheln und Bucheckern weden dabei wohl unzerkaut verschluckt.
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| Verbreitung in D/Welt |
Die Mandarinente (engl. = Mandarin Duck) ist Brutvogel Südostsibiriens, der Mandschurei, Sachalins und Japans. In England und Schottland besonders im Südwesten erstmals im 18. Jahrhundert eingebürgert. Seither ist ihre Population auf über 3500 Brutpaare in Freiheit angewachsen. In ganz Europa wird der Bestand auf ca. 7000 Brutpaare geschätzt. Die natürlichen Bestände der Art im ostasiatischen Raum sind durch die Vernichtung geeigneter Lebensräume bedroht. Es dient somit der Arterhaltung, das sich Mandarinenenten auch in Deutschland teils als Park- oder Zooflüchtling in bestimmten Regionen etablieren konnten.
Weltweite Verbreitungskarte der Mandarinente bei Avibase.
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| Verbreitung in NRW |
Laut Roter Liste der gefährdeten Vogelarten NRWs von 1996 liegen Brutmeldungen nur aus dem Raum Sauer-/Siegerland und dem Rhein-Ruhr-Gebiet vor.
Über die Verbreitung der Mandarinente in NRW stehen mir nur Infos aus dem Internet zur Verfügung:
So ist sie im Jahr 2001 auf der Ruhr als neuer Brutvogel im Kreis Unna (G. Sauer, AGON Schwerte u. a.) verzeichnet worden. In Schwerte-Ergste konnte eine jungführende (nicht flügge Jungvögel) Mandarinente beobachtet werden. Dies war der erste bekannt gewordene Brutnachweis der Art außerhalb von Gefangenschaftshaltungen im Kreis.
Im Dortmunder Rombergpark kommt sie ebenfalls regelmäßig vor. Weitere Fundorte: Bochum (Stadtgarten), Herten (Schlosspark), NSG Steinhorster Becken/Ems, Ruhr bei Blankenstein
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| Benutzte Literatur |
BOYER, T. & J. GOODERS (1991): Taschenführer Enten. Natur Verlag, Augsburg. 143 S.
COUZENS, D. (2006): Der große Vogelatlas. Alle europäischen Arten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. 336 S.
HARRISON, C. (1975): Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens: ein Naturführer z. Fortpflanzungsbiologie. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 435 S.
JONSSON, L. (1999): Die Vögel Europas und des Mittelmeerraumes. Franckh-Kosmos Verlag. 559 S.
KEITH, ST. & J. GOODERS (1982): BLV Vogelführer: 467 Vogelarten Europas. - München; Wien; Zürich: BLV Verlagsgesellschaft. 768 S.
NICOLAI, JÜRGEN (1982): Fotoatlas der Vögel. Gräfe und Unzer GmbH, München. 300 S.
PETERSON, R. (1985): Die Vögel Europas: ein Taschenbuch für Ornithologen und Naturfreunde über alle in Europa lebenden Vögel. 14., verbesserte Aufl. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 535 S.
Internet: Wikipedia: Mandarinente
Zur Buchliste weiterer interessanter Vogel-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Vögeln (Aves) im Internet |
Avibase: Umfangreiches Datenbank-Informations-System über alle Vögel der Welt. Sie enthält nahezu 2 Million Aufzeichnungen über 10.000 Spezies und 22.000 Subspezies von Vögeln, einschließlich Verbreitungs-Informationen, Taxonomie, Synonyme in mehreren Sprachen und anderes.
birdnet.de: Das Deutsche Forum zum Thema Vögel. Aktuelles, Forum, Fotos, Archiv...
Zur Linkliste weiterer interessanter Vogel-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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