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| Wespenspinne, Zebraspinne - Argiope bruennichi (SCOPOLI, 1772) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Gliederfüßer (Arthropoda)
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| Klasse: | Spinnentiere (Arachnida)
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| Ordnung: | Webspinnen (Araneae)
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| Familie: | Radnetzspinnen (Araneidae)
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Fotos (© Axel Steiner)
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Breckerfeld, Schwelm, Ennepetal
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| Besondere Merkmale |
Die Weibchen sind durch die typische schwarz-weiß-gelbe Färbung unverwechselbar. Der Vorderkörper ist dicht silberweiß behaart. Die schöne Hinterleibsmusterung unterliegt starken Schwankungen zwischen weißlichen und gelblichen Exemplaren. Die Männchen sehen völlig anders aus. Ihnen fehlt die schöne Musterung. Auf blaß-gelblichem Hinterleib deuten sich nur undeutliche dunklere Zeichnungen an.
Körperlänge: Männchen: 4-6 mm; Weibchen: 14-17 mm
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| Lebensraum |
Wespenspinnen kommen in sonnigen, offenen Gebieten mit niedriger Vegetation vor. Man findet sie sowohl über trockenen (Trockenrasen) als auch über feuchten Böden (Ufervegetation von Gewässern).
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| Biologie und Lebensweise |
Die Wespenspinne baut ihr Netz stets in Bodennähe (ca. 30 cm Höhe) zwischen lückig stehenden Pflanzen. Charakteristisch am Netzbau ist in der Netzmitte eine dichtere weißliche Gespinstfläche in der Größe der Spinne. Von hier geht nach oben und unten ein zickzackförmiges Gespinnstband, welches Stabiliment genannt wird, ab. Bei ausgewachsenen Spinnen fehlt oft der obere Teil dieses Bandes. Wenn die Spinne beunruhigt wird versetzt sie das ganze Netz in Schwingungen. Für einen Feind (z. B. Vogel) verschwimmt dadurch die eigentliche Spinne mit dem Zickzackmuster des Stabiliments. Die Paarung der Wespenspinnen findet ab Ende Juni statt. Das deutlich kleinere Männchen beginnt den Werberitus mit wiederholtem Zupfen am Netz. Wenn das Weibchen paarungsbereit ist bleibt es passiv und greift nicht an. Das Männchen muß nun zum Weibchen kriechen und unter dem Weibchen einen Taster einführen. Meist erwacht das Weibchen nun aus seiner Passivität und es ist oft um das Männchen geschehen. Ende August/Anfang September erstellt das Weibchen einen typischen ballonförmigen Kokon, in dem Sie 3-4hundert Eier in Form einer Kugel ablegt. Ein Weibchen kann bis zu 5 solcher Kokons erstellen. In den ersten Frostnächten stirbt dann auch das Weibchen der Wespenspinnen. Die Jungspinnen verlassen die schützende isolierende Hülle erst im späten Frühjahr (Mai), erstellen ihre eigenen Netze und wachsen in gut 2 Monaten zu erwachsenen Wespenspinnen heran. Der Biss einer Wespenspinne ist recht schmerzhaft - ähnlich einem Bienenstich - ist aber ansonsten nicht weiter giftig. Die Art war 2001 Spinne des Jahres.
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| Nahrung |
Hauptsächlich Feldheuschrecken! Fehlen diese in ausreichender Zahl fehlt auch die Wespenspinne. Natürlich werden auch andere Insekten gerne angenommen. Eine Ausnahme stellt vielleicht eine Raupe dar, die dem üblichen Beuteschema der von mir beobachteten Wespenspinne wohl so gar nicht entsprach (siehe Foto 3).
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| Verbreitung in D/Welt |
In Mitteleuropa war die Art bis vor 50 Jahren eher selten, breitet sich in den letzten Jahrzehnten jedoch vehement aus. Dies wird in Korrelation zu einer langsamen Erwärmung des Klimas gesehen. Ein genaues Verbreitungsmuster der Art in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands
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| Verbreitung in NRW |
Die Art breitet sich auch in NRW immer weiter aus, unterliegt aber von Jahr zu Jahr starken Bestandsschwankungen.
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| Benutzte Literatur |
BAEHR, BARBARA (1987): Welche Spinne ist das?: Kleine Spinnenkunde für jedermann. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart - 128 S.
BELLMANN, HEIKO (1984): Spinnen: beobachten, bestimmen. J. Neumann-Neudamm Verlag, Melsungen - 160 S.
BELLMANN, HEIKO (1997): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Kosmos-Verlag, Stuttgart - 304 S.
HEIMER, STEFAN & NENTWIG, WOLFGANG (1991): Spinnen Mitteleuropas. Paul Parey Verlag, Berlin.
JONES, DICK (1990): Der Kosmos-Spinnenführer: über 350 mitteleuropäische Spinnen und Weberknechte. 4. Aufl. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart - 320 S.
Zur Buchliste weiterer interessanter Spinnen-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet |
Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands
Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...
Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch
Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)
Zur Linkliste weiterer interessanter Spinnen (Arachnida)-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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