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Kamm-Buschkrabbenspinne - Xysticus cristatus (CLERCK, 1757)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Krabbenspinnen (Thomisidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Niederbachem (NSG Rodderberg, 1),
Wachtberg Pech (Haselingsberg, 2-3)


(xxl-Foto)
Weibchen
21.05.2009

(xxl-Foto)
Weibchen
05.07.2009

(xxl-Foto)
Weibchen
05.07.2009
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale



Kamm-Buschkrabbenspinne (Xysticus cristatus, Belegexemplar - Foto: © Nicolaj Klapkarek)


Vorderkörper: Beim Weibchen hellbraun bis gelbbraun mit dunkelbraunen, breiten seitlichen Längsbändern, Mittelstreif gelbbraun bis weißlich mit braunem Dreieck, dass breit hinter den Augen beginnt und sich kurz vor der Mitte nach hinten verjüngt, es nimmt ca. 2/3 des Rückenschildes ein und wird hinten mit einem dunklen Punkt an der Spitze abgeschlossen; Färbung des Männchens wie die des Weibchens nur insgesamt dunkler und kontrastreicher

Hinterleib: Das Weibchen ist auf dem Rücken (ocker)braun gefärbt, mit hellerem ockerfarbenen aus trapezförmigen Elementen bestehenden Mittelstreif, der von hellen Querlinien unterteilt wird; die Hinterleibsseiten sind (hell)braun bis weißlich.
Die Männchen sind ähnlich gefärbt wie die Weibchen, nur dunkler und kontrastreicher.

Beine: hellbraun mit dunkleren Flecken und Streifen; beim Männchen insgesamt dunkler ausgeprägt als beim Weibchen

Ähnliche Arten:



Xysticus cristatus, Xysticus kochi und Xysticus ulmi sehen sich sehr ähnlich! Diese Arten sind nur genitalmorphologisch sicher zu unterscheiden.

Körperlänge: Männchen: 4-5 mm; Weibchen: 6-7 mm

Lebensraum
Xysticus cristatus ist eine sehr anspruchslose Art, die eine Vielzahl von verschiedenen Lebensräumen besiedelt. Häufig ist sie in den unterschiedlichsten Biotoptypen des Offenlandes wie z. B. in Mooren, Sümpfen, auf Wiesen und Weiden, Trocken- und Magerrasen oder an Ruderalstandorten und Äckern zu finden. Darüber hinaus bewohnt sie wenn auch nicht so häufig lichte Wälder, Feldgehölze, Waldlichtungen, Waldränder, Gebüsche und Hecken.

Biologie und Lebensweise
Xysticus cristatus lebt überwiegend in der Krautschicht auf Gräsern und Stauden. Vereinzelt kann man sie auch auf niedrigen Büschen finden. Als Ansitzjäger lauert sie dort versteckt z. B. unter Blütenblättern auf ihre Beute. Wie die meisten Krabbenspinnen besitzt auch Xysticus cristatus sehr gute Augen, mit denen sie ihre Beute oder aber auch Feinde gut wahrnehmen können. Bei Bedrohung dreht sie sich dem Feind mit den beiden vorderen weit geöffneten Beinpaaren entgegen und greift wenn nötig aggressiv an.
Vor der Paarung fesselt das Männchen den Vorderkörper des Weibchens (wohl mehr symbolisch als physisch) am Boden. Dann kriecht das Männchen rücklinks von hinten unter den Hinterleib des Weibchen und inseriert seine Bulben in die Geschlechtsöffnung der Weibchen.
Für die Eier baut Xysticus cristatus einen weißen Kokon an einer geschützten Stelle oder in dem ein Grasblatt umgeklappt wird und der Kokon zwischen die beiden Teil der Blattspreite gesponnen wird. Der Kokon wird bis zum Schlupf der Jungspinnen bewacht und verteidigt.
Adulte Tiere findet man von April bis Juli.

Nahrung
Insekten (vor allem Bienen und Wespen, Käfer und Schmetterlinge) und kleine Spinnen

Verbreitung in D/Welt
Xysticus cristatus ist über ganz Europa und weite Teile Asiens verbreitet. Zudem sind einige Fundort in Nord-Afrika und auf den Kanarischen Inseln bekannt. Die Kamm-Buschkrabbenspinne ist über ganz Deutschland verbreitet und häufig anzutreffen.
Die Fundorte dieser Art in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
Xysticus cristatus ist über ganz NRW verbreitet und die häufigste Vertreterin der Gattung Xysticus.

Benutzte Literatur
HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinneführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

MURPHY, J. (2006): World Distribution Map - Xysticus cristatus (Weltweite Verbreitungskarte von Xysticus cristatus).

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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