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Singa nitidula C. L. KOCH, 1844
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek
Letzte Änderung: 08.07.2012


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie:

Radnetzspinnen (Araneidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn (Siegaue)


(xxl-Foto)
Weibchen
13.04.2007

(xxl-Foto)
Weibchen
13.04.2007

(xxl-Foto)
Weibchen
13.04.2007
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale
Vorderkörper: Schwarz gefärbt oder Kopfbereich schwarz und Rest dunkelrotbraun; Sternum und Cheliceren ebenfalls schwarz

Hinterleib: auf der Oberseite dunkelbraun bis schwarz; mit weißem bis gelbraunem Mittelstreifen und mehr oder weniger ausgeprägte ebenso gefärbte Querstreifen im mittleren Teil der Oberseite; Seiten weiß bis gelbbraun; beim Männchen Zeichnung manchmal verschwommen; Unterseite ebenfalls dunkelbraun bis schwarz mit einem Paar weißer Längsflecken

Beine: gelbbraun bis braun gefärbt; nur an den beiden hinteren Beinpaaren die untersten Glieder am Ende mitunter schmal dunkel geringelt; Femora der ersten beiden Beinpaare nie dunkel gefärbt

Körperlänge: Männchen: 3,5 - 4,5 mm; Weibchen: 5 - 6,5 mm

Ähnliche Arten: Singa nitidula sehr ähnlich ist Singa hamata. Bei dieser weisen die Beine eine dunkle Ringelung am den Gliederenden auf und bei den Femora der beiden ersten Beinpaar zieht sich von der Ringelung am Ende auf der Oberseite ein schmaler werdender Streifen bis zur Gliederbasis

Lebensraum
Singa nitidula bewohnt vor allem (Weiden-) Gebüsche und Staudenfluren an Fließgewässern (vor allem an großen Flüssen).

Biologie und Lebensweise
Singa nitidula baut ihr kleines, mehr oder weniger senkrechtes Radnetz in der Strauch- oder Krautschicht. Das ca. 20 Radien umfassende Netz wird täglich neu nach Einbruch der Dunkelheit angelegt. Ein Schlupfwinkel in der unmittelbaren Nähe des Netzes baut die Spinne, in dem sie ein Blatt röhrenförmig zusammenrollt und innen mit Seide auskleidet. Dort hält sie sich tagsüber auf, während sie in der Nacht in der Nabe sitzt.
Der weiße Eikokon wird am oberen Ende des Schlupfwinkels angelegt und vom Weibchen bewacht. Der Entwicklungszyklus ist einjährig, wobei die Überwinterung im juvenilen Stadium stattfindet. Im Gebirge liegt möglicherweise teilweise auch ein zweijähriger Entwicklungszyklus vor.
Adulte Tiere trifft man von Mai bis August an.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Singa nitidula ist eine paläarktische Art. Sie ist über ganz Europa verbreitet, fehlt allerdings auf den Britischen Inseln. Nach Osten hin reicht die Verbreitung bis nach Sibirien. In Deutschland ist Singa nitidula zwar weit verbreitet, allerdings bislang recht selten gefunden worden. Die Verbreitung beschränkt sich im Wesentlichen auf die großen Flusstäler.
Die bisherigen deutschlandweiten Fundorte der Art finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
Singa nitidula ist in NRW bisher sehr selten gefunden worden.
Derzeit existieren nur Funde aus dem südlichen Rheinland entlang des Rheins.

Benutzte Literatur
HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

WIEHLE, H. (1937): Spinnentiere oder Arachnoidea. VI. 27. Familie. Araneidae. In: F. DAHL, M. DAHL & H. BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 23. G. Fischer, Jena. 1-136.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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