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Metellina merianae (SCOPOLI, 1763)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Streckerspinnen (Tetragnathidae)


Synonym:


Meta merianae

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn-Kottenforst


(xl-Foto)
juveniles Männchen
01.11.2005

(xl-Foto)
juveniles Männchen
01.11.2005
 
Klick auf die kleinen Bilder oder xl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale
Vorderkörper: (grünlich) gelb bis hellbraun. Auf dem Vorderkörper verläuft ein sich nach vorne verbreiterndes dunkelbraunes bis schwarzes Mittelband, das auf der Hälfte von der Mitte bis zum Vorderrand zwei helle runde bis ovale Flecken aufweist. Meistens ist die Region direkt hinter der hinteren Augenreihe sowie der Bereich um die mittleren Augen ebenfalls hell gefärbt, bei dunklen Exemplaren können diese Bereiche aber auch dunkel sein. Der Rand des Vorkörpers ist dunkelbraun bis schwarz. Vom Mittelband verlaufen dunkle schmale Radiärstreifen zum Rand. Das Sternum ist schwarz gefärbt. Die Cheliceren sind rotbraun gefärbt.

Hinterleib: (hell)braun, gräulich, cremefarbend bis weißlich (selten auch rötlich) marmoriert. Ein Folium (Blattmuster) ist nur undeutlich zu erkennen. Bei manchen Exemplaren lassen sich im vorderen Bereich helle und/oder dunkle Flecken ausmachen. Bisweilen kommt auch ein helles Herzmal vor. Die Unterseite trägt ein dunkles Mittelband, das von hellen Seitenstreifen flankiert wird. Innerhalb des Mittelbandes befinden sich hinten ein Paar helle Flecken. Bei der Variante Meta merianae var. celata ist der Rücken des Hinterleibs komplett bräunlich bis fast schwarz gefärbt und weist ein helles Mittelband auf.

Beine: (grünlich) gelb bis hellbraun mit dunkelbrauner Ringelung. Der Femur (Schenkel) weist dunkle Flecken auf.

Ähnliche Arten: Metellina segementata und M. mengei können mit M. merianae verwechselt werden. Bei letzterer ist die dunkle Zeichnung auf dem Vorderkörper weiter ausgedehnt, bei hellen Exemplaren kann sie allerdings der den zwei zuerst genannten Arten sehr ähnlich sein. Des Weiteren weist der Vorderkörper bei M. merianae Rädiärstreifen auf, bei den anderen beiden Arten hingegen nicht. Bei M. merianae ist das Folium auf dem Hinterleib nicht so sehr ausgeprägt wie bei den anderen beiden Arten.

Körperlänge: Männchen: : 4,5-7,5 mm; Weibchen: 5,5-8,5 mm

Lebensraum
Metellina merianae kommt ausnahmslos in Lebensräumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor wie Höhlen, Höhleneingänge, Bergwerke, Gewächshäuser, an Felsen und Mauern und in unmittelbarer Nähe von Gewässern. Vereinzelt besiedelt sie auch (Moor-)Wälder.

Biologie und Lebensweise
Metellina merianae baut ein meist leicht geneigtes exentrisches Radnetz, das im oberen Teil weniger Fangfäden aufweist als im unteren. Die Spinne sitzt am Tag meist in einem Versteck in der Nähe des Netzes. In der Nacht sitzt sie in der Nabe, wo sie in Gewässerhäusern auch tagsüber angetroffen werden kann.
Adulte Männchen findet man von April bis Juli (in Höhlen und Gewächshäusern mitunter auch ganzjährig), adulte Weibchen sind ganzjährig anzutreffen.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Die in Europa und der Türkei vorkommende Metellina merianae ist in ganz Deutschland verbreitet, wobei sie in den Mittelgebirgen häufiger vorkommt als in der norddeutschen Tiefebene. Ein genaues Verbreitungsmuster von Metellina merianae in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In NRW kommt Metellina merianae vor allem im Bergland und im südlichen Rheinland vor. Das Tiefland besiedelt sie nur spärlich.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1 -460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. VI. 27. Familie. Araneidae. In: F. DAHL, M. DAHL & H. BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 23. G. Fischer, Jena. 1-136.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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