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Gerandete Schilfradspinne - Larinioides patagiatus (CLERCK, 1757)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek

Synonyme: Araneus dumetorum, Araneus ocellatus


Systematische Einordnung


Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Radnetzspinnen (Araneidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn-Mehlem


(xl-Foto)
Weibchen
16.05.2005
   
Klick auf die kleinen Bilder oder xl-Ansicht möglich

(xl-Foto)
Weibchen
16.05.2005
   
Besondere Merkmale
Vorderkörper: hellbraun bis braun, beim Männchen etwas dunkler als beim Weibchen. Sternum hellbraun.

Hinterleib: hellbraun bis braun. Die Seiten sind heller gefärbt. Auf dem Rücken befindet sich im hinteren Teil ein mehr oder weniger undeutliches, dunkleres Folium (Blattmuster). Im vorderen Teil ist die helle Umrandung des dunklen Keilflecks meist nur am Vorderrand deutlich, zum hinteren Rand hin wird sie undeutlicher bzw. verschwindet ganz, so dass nur eine helle Winkelzeichnung vorhanden ist. Die beim Weibchen vorkommende, manchmal undeutliche helle Zone zwischen Folium und Keilfleck ist beim Männchen meist genauso gefärbt wie das Folium.

Beine: hellbraun bis braun mit dunkelbrauner Ringelung. Die Beine sind mit hellen Härchen überzogen.

Ähnliche Arten: Larinioides patagiatus kann leicht mit L. cornutus und L. folium (diese beiden Arten sind nur genitalmorphologisch sicher von einander zu unterscheiden) sowie L. sclopetarius verwechselt werden. Gegenüber L. cornutus/folium ist die Hinterleibzeichnung von L. patagiatus insgesamt undeutlicher und nicht so kontrastreich. Es fehlt in aller Regel vor allem die sich nach hinten verbreiternde Umrandung des Keilflecks von L. cornutus/folium. L. sclopetarius unterscheidet sich durch klar und schmal weißlich umrandeten Keilfleck und Folium sowie durch das auf der Oberseite des Vorderkörpers aus Härchen gebildete V.

Körperlänge: Männchen: 7-7,5 mm; Weibchen: 9,5-11 mm

Lebensraum
Die Gerandete Schilfradspinne bewohnt vor allem Waldränder, lichte Wälder, Hecken und Gebüsche. Zudem ist sie auch in Saumgesellschaften, auf Heiden und in Moorwäldern zu finden.

Biologie und Lebensweise
Larinioides patagiatus baut ihr relativ weitmaschiges und leicht exzentrisches Radnetz an Ästen von Bäumen und Sträuchern sowie an hohen Stauden. Eine Retraite (Schlupfwinkel) wird aus (mehreren) schwach zusammengesponnenen Blättern in der Nähe des Netzes im Blattwerk versteckt gebaut.
Adulte Exemplare kann man von Mai bis Oktober oder möglicherweise sogar ganzjährig finden.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Über ganz Deutschland verbreitet, aber nicht so häufig. Das deutschlandweite Verbreitungsmuster der Gerandeten Schilfradspinne finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In NRW im Wesentlichen auf das Rheinland beschränkt, ansonsten kommt sie nur vereinzelt vor. Nicht so häufig.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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