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Höckerradnetzspinne - Gibbaranea gibbosa (WALCKENAER, 1802)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Radnetzspinnen (Araneidae)

Synonym:

Araneus gibbosus

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Wachtberg (Niederbachem)


(xxl-Foto)
21.05.2009

(xxl-Foto)
21.05.2009
 
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale
Vorderkörper: dunkelbraun, zur Mitte hin etwas heller werdend, mit hellen Härchen überzogen; Sternum dunkelbraun; Cheliceren beim Männchen am unteren Ende mit starkem Dorn

Hinterleib: graubraun bis graugrün gefärbt; auf dem Rücken im vorderen Bereich 2 Höcker, die steil nach oben stehen und kaum divergieren; zwischen den Höckern beginnt eine mehr oder weniger ausgeprägte hellbraune bis braune Blattzeichnung, die bis zum hinteren Ende reicht und mitunter graugrüne Flecken aufweist und schmal dunkelbraun und weiß gerandet ist; Hinterleibsseiten hell graugrün mit dunkleren Adern durchsetzt; auf der Bauchseite dunkler Mittelstreif und helle Flecken beiderseits der Spinnwarzen; Jungtiere sind sehr variable gezeichnet; bei einigen Exemplare Hinterleib dunkel rotbraun gefärbt mit weißer Zeichnung vorne und dunkelbraunes Folium, oder Hinterleib hell und graugrün marmoriert mit einem dunkelbraunen zentralen Längsstreifen, der von vorne bis hinten reicht; andere haben einen grünlich-bräunlich marmorierten Hinterleib, der nur ein angedeutetes Folium aufweist







Höckerradnetzspinne (Gibbaranea gibbosa); Fotos des präparierten Tieres (© Nicolaj Klapkarek)

Beine: hellbraun mit dunkler Ringelung; mit weißlichen Härchen überzogen und mit einigen weißlich Stacheln besetzt

Körperlänge: Männchen: 4-5 mm; Weibchen: 5-7 mm

Ähnliche Arten: Gibbaranea omoeda; weitere Arten mit Höckern sind Araneus angulatus und Gibbaranea bituberculata. Diese sind aber in der Gestalt, Färbung bzw. Größe von Gibbaranea gibbosa deutlich zu unterscheiden.

Lebensraum
Gibbaranea gibbosa lebt vor allem in Nadel- und Laubwäldern. Zudem ist sie auch in Gebüschen und anderen Gehölzen zu finden.

Biologie und Lebensweise
Gibbaranea gibbosa baut ihr Netz in Bäumen und auf Gebüschen. Sie sitzt in einem aus zusammengerollten Blättern gebauten Schlupfwinkel. Ein Signalfaden, der mit der Narbe verbunden ist, dient ihr als Anzeiger für ins Netz gegangene Beute. Bisweilen kann man sie auch mit angezogenen Beinen eng an einen dünnen Zweig geschmiegt finden. Dort ist sie wegen ihrer grau-grünen Färbung hervorragend getarnt und nur sehr schwer zu entdecken.
Der hellbraune Eikokon wird vom Weibchen in den Schlupfwinkel gelegt und von ihr bewacht.
Adulte Tiere findet man von Mai bis Juli; Männchen auch schon im April.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Gibbaranea gibbosa ist über ganz Europa verbreitet. In Asien reicht ihre Verbreitung bis nach West-Sibirien.
In Deutschland kommt sie in allem Teilen vor, ist aber bisher nicht so häufig gefunden worden. Die bisherigen Fundpunkte der Höckerradnetzspinne in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
Die bisher bekannten Vorkommen von Gibbaranea gibbosa in NRW beschränken sich auf das Rheinland. Bisher ist sie selten gefunden worden. Da sie aber sehr gut getarnt und schwer zu entdecken ist, dürfte sie vielerorts übersehen worden sein und damit weiter verbreitet sein als bekannt ist.

Benutzte Literatur
HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1 -460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

MURPHY, J. (2006): World Distribution Map - Gibbaranea gibbosa.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. VI. 27. Familie. Araneidae. In: F. DAHL, M. DAHL & H. BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 23. G. Fischer, Jena. 1-136.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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