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Deckennetzspinne - Floronia bucculenta (CLERCK, 1757)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Zwerg- und Baldachinspinnen (Linyphiidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn (Kottenforst)


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12.08.2006

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Besondere Merkmale
Vorderkörper: gelbbraun mit breiten etwas vom Rand abgesetzten dunkel braunen bis schwarzen Seitenbändern. Beim Männchen ist der Kopfbereich halbkugelförmig erhöht und weist zahlreiche kräftige Haare auf. Beim Weibchen liegen die mittleren Hinteraugen 2 Augendurchmesser und beim Männchen 3 Augendurchmesser von einander entfernt. Das Sternum ist dunkelbraun und die Cheliceren rotbraun gefärbt.

Hinterleib: hoch gewölbt (beim Weibchen etwas mehr als beim Männchen), ungefähr so hoch wie lang. Gräulich braun gefärbt mit großen unregelmäßigen weißen Flecken übersät. Bisweilen liegen die Flecken sehr eng beieinander, so dass sie sich auch berühren können. Dann sieht der Hinterleib weiß gefärbt aus und weist eine netzförmige Zeichnung auf. Auf der Mitte des Hinterleibs von vorne bis etwas über die Mitte sind keine weißen Flecken vorhanden, so dass der Eindruck eines dunklen Herzmals entsteht. Etwa von der Mitte nach hinten befinden sich auf dem Hinterleib beiderseits der Mittellinie paarige bräunliche Flecken, die zu den Spinnenwarzen hin zusammenschmelzen. An den Seiten sind Bögen aus dunklen und weißen Flecken zu sehen. Die Unterseite ist dunkel gefärbt und weist einige wenige weiße Flecken auf.

          


Detailaufnahmen des Hinterleibs der Deckennetzspinne (© Nicolaj Klapkarek)


Beine: gelbbraun, manchmal schwach dunkel geringelt, relativ lang.

Körperlänge: Männchen: 4,5 mm, Weibchen: 5 mm

Lebensraum
Floronia bucculenta bevorzugt feuchte Lebensräume. Sie bewohnt zum einen Niedermoore, Feuchtwiesen, feuchte Hochstaudenfluren und Gewässerränder. Zum anderen ist sie auch in Feuchtwäldern und an feuchten Stellen in Frischwäldern zu finden.

Biologie und Lebensweise
Die einfach gebauten z. T. großen Deckennetze werden in der niedrigen Vegetation angelegt. Die für Baldachinspinnen typischen, nach oben weggehenden Stolperfäden fehlen bei der Deckennetzspinne. Sie sitzt wie bei Baldachinspinnen üblich unter der Netzdecke und wartet auf ihre Beute. Bei Gefahr lässt sich die Spinne fallen und versteckt sich am Boden. Wird sie gestört, verdunkelt sich die bleiche Färbung des Hinterleibs.
Adulte Männchen findet man von Juli bis August, adulte Weibchen von Juli bis September.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Ist in ganz Europa mit Ausnahme des mittleren und östlichen Mittelmeerraumes verbreitet. Über ganz Deutschland verbreitet und stellenweise häufig. Das Verbreitungsmuster von Floronia bucculenta in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
Über ganz NRW verbreitet und stellenweise häufig.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1 -460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. 28. Familie. Linyphiidae - Baldachinspinnen. In: F. DAHL, M. DAHL & H. BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 44. G. Fischer, Jena. 1-337.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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