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Feenlämpchenspinne - Agroeca brunnea (BLACKWALL, 1833)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek (letzte Änderung: 21.10.2011)


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Feldspinnen (Liocranidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek (1-2), Axel Steiner (3-4))
Wachtberg (Gimmersdorf, 1-2), Hagen (Hasper Talsperre, 3-4)


(xxl-Foto)
17.04.2011
Weibchen

(xxl-Foto)
17.04.2011
Weibchen
 
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich

(xxl-Foto)
18.04.2009

(xxl-Foto)
18.04.2009
 
Besondere Merkmale



Feenlämpchenspinne (© Axel Steiner, xxl-Foto)

Vorderkörper: Hellbraun mit rotbraunen Radiärstreifen und dünnem braunen Randstreifen; mit gelben Härchen überzogen; Kopfbereich manchmal etwas dunkler als der Rest vom Vorderkörper; Sternum hellbraun bis dunkelbraun manchmal mit dunkleren Flecken im Randbereich

Hinterleib: Gelbbraun bis rotbraun mit undeutlicher dunklerer Winkelzeichnung und mit gelben Härchen überzogen Beine: Hellbraun bis rotbraun; die letzten 2-3 Glieder etwas dunkler; ebenfalls mit gelben Härchen bedeckt

Körperlänge: Männchen: 5-7 mm; Weibchen: 6-10 mm

Ähnliche Arten: Agroeca proxima sieht Agroeca brunnea sehr ähnlich, ist aber deutlich kleiner. Sicher sind beide Arten aber nur genitalmorphologisch zu unterscheiden.

Lebensraum



Feenlämpchenspinne (© Axel Steiner, xxl-Foto)

Die Feenlämpchenspinne besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Häufig ist sie in verschiedensten Waldtypen zu finden, wie z. B. Feuchtwäldern, mesophilen Laubwäldern, Trockenwäldern oder Nadelwäldern. Ebenso gerne bewohnt sie Waldränder oder Feldgehölze. Darüber hinaus ist sie aber auch in zahlreichen Offenlandhabitaten, wie Magerrasen, Trockenrasen, Ruderalstandorte, Schutthalden, Sümpfe und Moore, Feucht- und Frischwiesen oder Heiden anzutreffen.

Biologie und Lebensweise
Agroeca brunnea lebt in der Bodenstreu, im Moos sowie unter Steinen und liegendem Totholz. Sie ist nachtaktiv und geht nachts auf Beutefang, in dem sie vorsichtig umherlaufend nach Beute sucht. Ein Fangnetz wird nicht gebaut.



Feenlämpchenkokon (© Nicolaj Klapkarek, xxl-Foto)

Der Eikokon ist als sogenanntes "Feenlämpchen" weithin bekannt und gibt Agroeca brunnea ihren deutschen Namen. Dabei handelt es sich um ein weißes laternenartiges Gebilde mit einem dünnen Stiel, das an Blätter oder Äste oder an die Unterseite von überhängenden Steinen befestigt wird. Oft wird das "Feenlämpchen" außen mit Erdklümpchen getarnt, so dass es sein ursprüngliches "Feenlämpchen"-Aussehen verliert. Im Innern des Eikokons befindet sich eine oben liegende Eikammer mit ca. 40-60 Eiern und eine darunter liegende Häutungskammer, in die die geschlüpften Jungtiere "einziehen" und bis zur 1. Häutung verweilen.
Adulte Tiere findet man das ganze Jahr über, wobei jeweils im Frühjahr und im Herbst (schwächer) ein Aktivitätsmaximum gegeben ist.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Agroeca brunnea ist paläarktisch verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von ganz Europa (außer Irland und der Iberischen Halbinsel) bis nach Ost-Sibirien. In Deutschland ist die Feenlämpchenspinne weit verbreitet und häufig. Die bisherigen deutschen Fundorte von Agroeca brunnea finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands.

Verbreitung in NRW
Die Feenlämpchenspinne ist über ganz NRW verbreitet und häufig.

Benutzte Literatur
GRIMM, U. (1986): Die Clubionidae Mitteleuropas: Corinninae und Liocraninae (Arachnida, Araneae), Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins in Hamburg, N. F., 27, Hamburg 1986, 91 S.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

REIMOSER, E. (1937b): Spinnentiere oder Arachnoidea VIII: 18. Familie: Clubionidae oder Röhrenspinnen. In: F. DAHL, DAHL, M. & H. BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile 33. Teil. - G. Fischer, Jena. S. 45-99.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.


Internet:

Murphy, J. (2006): World Distribution Map. British Arachnological Society: Agroeca brunnea


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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