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Mondfleck-Feldschwebfliege - Eupeodes luniger (MEIGEN, 1822)
Artenprofil von Axel Steiner


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Diptera (Zweiflügler)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Synonym:

Metasyrphus luniger (MEIGEN, 1822)

Fotos (© Axel Steiner - det. Wolfgang Rutkies)
Breckerfeld


(xxl-Foto)
15.10.2006
Weibchen

(xxl-Foto)
15.10.2006
Weibchen

(xxl-Foto)
15.10.2006
Weibchen
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale

Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen

Fühler bräunlichschwarz, unten rotgelb; Flügel fast glasklar; Hinterleib mit 3 Paar rotgelben, mondförmigen Flecken; Vorderschenkel lang teilweise gelb behaart; Scutellum hauptsächlich schwarz behaart (E. corollae = hauptsächlich gelb behaart); die Weibchen weisen eine Y-förmige schwarze Fleckenbildung auf der Stirn auf (fehlt bei E. corollae); beide Geschlechter sind an der Seitennaht des Tergits 5 gelb gefärbt.
Eupeodes-Arten sind nicht leicht auseinanderzuhalten, da die Fleckenbildung in Abhängigkeit von den Außentemperaturen während der Puppen-Zeit variieren (VAN VEEN 2002).
Es gibt 2 Schwebfliegenarten, mit denen Eupeodes luniger leicht verwechselt werden kann. Bei Eupeodes corollae gehen im Gegensatz zu Eupeodes luniger die gelblichen Flecken auf den Hinterleibsegmenten 3 und 4 auf den Seitenrand über:



Die zweite Verwechslungsart ist Eupeodes lapponicus, die jedoch an der im folgenden Bild gekennzeichneten Stelle eine tiefe Einbuchtung in der Flügeladerung aufweist:



Körperlänge: 9-12 mm

Lebensraum
Die Mondfleck-Feldschwebfliege kommt vorwiegend in offenem Gelände, wie Gärten, Wiesen und Feldern vor.

Biologie und Lebensweise
Flugzeit von April bis Oktober mit einem Höhepunkt im Mai/Juni.
Reife Weibchen der Mondfleck-Feldschwebfliege können ihre Eier bei Mangel an geeigneter Nahrung (Blattläuse) oder schlechtem Wetter für mehrere Wochen zurückhalten (BASTIAN 1986).
Eupeodes luniger gehört zu den letzten Schwebfliegenarten, die im Herbst noch beobachtet werden können. Die Art überwintert als Puppe.

Nahrung
Blütenbesuch konnte u. a. auf Doldenblüten, Hahnenfuß, Goldrute und Wolfsmilchgewächsen beobachtet werden.
Die Larven sind bedeutsame Blattlausfeinde, die allerdings bei Nahrungsmangel einige Zeit mit Hilfe pflanzlicher Kost überleben können (BASTIAN 1986).

Verbreitung in D/Welt
Paläarktisch verbreitet. Europa, Asien östlich bis Japan, Nordamerika, Nordafrika. Von BASTIAN (1986) und KORMANN (1988) als überall recht häufige und ungefährdete Art klassifiziert.

Verbreitung in NRW
In NRW wohl weit verbreitet und in allen Naturgroßräumen nachgewiesen, aber stets nur einzeln vorkommend.

Benutzte Literatur
BASTIAN, O. (1986): Schwebfliegen (Syrphidae); Die Neue Brehm-Bücherei Band 576, Wittenberg - 168 S.

DREES, M. (1997): Zur Schwebfliegenfauna des Raumes Hagen (Diptera: Syrphidae), Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde - 59. Jahrgang, Heft 2, Münster -64 S.

FREUNDT, R.; SSYMANK, A. & K. STANDFUSS (2005): Schwebfliegen in Nordrhein-Westfalen (Diptera: Syrphidae). Checkliste der seit 1980 nachgewiesenen Arten. - Mitt. der AG westf. Entomologen Band 21 (Beiheft 11): 1-18.

KORMANN, K. (1988): Schwebfliegen Mitteleuropas: Vorkommen - Bestimmung - Beschreibung, ecomed-Verlag, Landsberg a.L. - 176 S.

KORMANN, K. (2002): Schweb- u. Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna-Verlag, Nottuln - 270 S.

VAN VEEN, M.P. (2004): Hoverflies pf Northwest Europe - Identification keys to the Syrphidae. KNNV Publishing - 254 S.


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Weitere Informationen zu Schwebfliegen (Syrphidae) im Internet

Privatseite über Schwebfliegen von Wolfgang Rutkies: Infos, sehr viele Fotos, Links, Artenlisten

Englische Seite über Fliegen, u. a. auch Schwebfliegen: www.diptera.info: Jede Menge Bilder (293: Stand 2.09.2007), Forum...


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