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| Gemeine/Globige Wespenschwebfliege - Chrysotoxum cautum (HARRIS, 1776) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Gliederfüßer (Arthropoda)
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| Klasse: | Insekten (Insecta)
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| Ordnung: | Diptera (Zweiflügler)
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| Familie: | Schwebfliegen (Syrphidae)
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Fotos (© Jürgen Peters)
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Borgholzhausen
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 (xxl-Foto) 01.05.2009 Weibchen |
 (xxl-Foto) 01.05.2009 Weibchen |
 (xxl-Foto) 01.05.2009 Weibchen |
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| Besondere Merkmale |
Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen

Kopf der Gemeinen Wespenschwebfliege mit den charakteristisch langen Fühlern (Foto: © Jürgen Peters)
Große wespenartig gefärbte Schwebfliegenart (Wespen-Mimikry); schwarze lang nach vorne gestreckte Fühler; die ersten beiden Fühlerglieder zusammen in etwa so lang wie das 3. Fühlerglied; Hinterleib behaart und überwiegend gelb gefärbt; 3 Paar Bogenbinden; Beine gelb; Schenkel des 1. und 2. Beinpaares rot mit basaler Schwarzfärbung; die 2 hellen Mittelstreifen auf dem schwarzen Mesonotums reichen (fast) bis zum mattgelben und braun behaarten, in der Mitte braunen Schildchen; Vorderkörper mit 2 gelben unterbrochenen Seitenstreifen; die gelben Bogenbinden auf den Hinterleibsegmenten 3 und 4 verschmelzen vor dem Seitenrand mit den schmalen Hinterrandbinden und erreichen die Seitennaht nicht; die Haare auf dem Vorderkörper sind so lang, wie die Fühler; Augen kurz behaart; die häufigste Art dieser Gattung
Weibchen: schwarze Stirn mit grau bestäubten Seitenflecken; Augen breit getrennt
Männchen: Augen stoßen mittig zusammen; Genital des Männchens sehr groß (= globig) und stark asymmetrisch (reicht bis zum Vorderrand von Bauchsegment 4)

Detailaufnahme der weiblichen Gemeinen Wespenschwebfliege (Foto: © Jürgen Peters)
Körperlänge: 12-14(-15) mm, Flügellänge: 10,25-13 mm
Ähnliche Chrysotoxum-Arten, die ebenfalls in NRW nachgewiesen wurden:
Chrysotoxum verralli: 3. Antennenglied kürzer als die anderen beiden zusammen
Chrysotoxum festivum: Die Schenkel des 1. und 2. Beinpaars sind komplett gelb
Chrysotoxum fasciolatum: 3. Antennenglied länger als die anderen beiden zusammen; 13-17 mm groß; Flügel mit länglichem schwärzlichen Fleck in der Nähe des Vorderrandes
Chrysotoxum arcuatum (= fasciatum): 3. Antennenglied länger als die anderen beiden zusammen; nur 8-12 mm groß; Hinterleib stark gewölbt
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| Lebensraum |
Bevorzugt im Hügelland (Weiden und Wiesen) in Waldnähe (bevorzugt in Laubwäldern) auf Blättern an besonnten Wegrändern anzutreffen. Heckengesäumte, gebüschdurchsetzte Trockenhänge und Gärten gehören auch zu den gerne besiedelten Biotopen.
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| Biologie und Lebensweise |
Die Larven leben im Boden und ernähren sich u. a. von Bodenläusen, sie sind jedoch auch schon in Ameisenbauten gefunden worden (CHINERY, 2004). Eiablagen sind auch an großen Gräsern und Baumstümpfen in Heideland beobachtet worden.
Die Gemeine Wespenschwebfliege scheint wärmeliebend zu sein (RÖDER, 1990).
Die Flugzeit reicht von Mai bis September - mit Schwerpunkt im Mai/Juni. Gegen Ende der Flugzeit werden hauptsächlich Weibchen gefunden.
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| Nahrung |
Die Larven fressen vermutlich Bodenläuse. Die adulten Schwebfliegen sind u. a. an den Blüten von Giersch (Aegopodium), Kriechendem Hahnenfuß (Ranunculus), Löwenzahn (Taraxacum) und Storchschnabel (Geranium) beobachtet worden.
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| Verbreitung in D/Welt |
In Europa (von Finnland über England bis Spanien, Italien, Bulgarien, Europäisches Russland) und Mittelasien, Westsibirien verbreitet. In Mitteleuropa häufig, aber zum Norden hin seltener werdend. Im Flachland viel seltener als im Mittelgebirge.
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| Verbreitung in NRW |
Über die Verbreitung in NRW liegen mir kaum Informationen vor. DREES (1997) beschreibt die Art im Hagener Großraum als eher selten. Die Gemeine Wespenschwebfliege gilt aber auch in NRW als die häufigste Art ihrer Gattung und ist laut der Checkliste der Schwebfliegen in Nordrhein-Westfalen (FREUNDT, R.; SSYMANK, A. & K. STANDFUSS, 2005) in allen Naturgroßräumen mit Ausnahme des Weserberglandes nachgewiesen worden.
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| Benutzte Literatur |
BARKEMEYER. W. (1994): Untersuchung zum Vorkommen der Schwebfliegen in Niedersachsen und Bremen (Diptera:Syrphidae). Naturschutz Landschaftspfl. Niedersachs. Heft 31, 1-514, Hannover.
BASTIAN, O. (1986): Schwebfliegen (Syrphidae); Die Neue Brehm-Bücherei Band 576, Wittenberg - 168 S.
CHINERY, M. (2004): Pareys Buch der Insekten. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart. 327 S.
DREES, M. (1997): Zur Schwebfliegenfauna des Raumes Hagen (Diptera: Syrphidae), Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde - 59. Jahrgang, Heft 2, Münster -64 S.
HAUPT, J. & H. HAUPT(1998): Fliegen und Mücken: Beobachtung, Lebeweise, Naturbuch-Verlag, Augsburg - 351 S.
KORMANN, K. (1988): Schwebfliegen Mitteleuropas: Vorkommen - Bestimmung - Beschreibung, ecomed-Verlag, Landsberg a.L. - 176 S.
KORMANN, K. (2002): Schweb- u. Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna-Verlag, Nottuln - 270 S.
RÖDER, G. (1990): Biologie der Schwebfliegen Deutschlands (Diptera: Syrphidae). Erna Bauer Verlag. 575 S.
STUBBS, A. E. (2002): British Hoverflies. An Illustrated Identification Guide. Text and illustrated keys by Alan E. Stubbs. Colour plates depicting 190 species by Steven J. Falk. British Entomological and Natural History Society London. 469 S.
VAN VEEN, M. P. (2004): Hoverflies pf Northwest Europe - Identification keys to the Syrphidae. KNNV Publishing - 254 S.
Zur Buchliste weiterer interessanter Schwebfliegen-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Schwebfliegen (Syrphidae) im Internet |
Privatseite über Schwebfliegen von Wolfgang Rutkies: Infos, sehr viele Fotos, Links, Artenlisten
Englische Seite über Fliegen, u. a. auch Schwebfliegen: www.diptera.info: Jede Menge Bilder (293: Stand 2.09.2007), Forum...
Zur Linkliste weiterer interessanter Schwebfliegen (Dipteren)-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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