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| Große Pechlibelle - Ischnura elegans (Vander Linden, 1820) |
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Artenprofil von Nicolaj Klapkarek |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Gliederfüßer (Arthropoda)
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| Klasse: | Insekten (Insecta)
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| Ordnung: | Libellen (Odonata)
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| Familie: | Schlanklibellen (Coenagrionidae)
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Fotos (© Nicolaj Klapkarek (1), Fredi Kasparek (2-3))
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Troisdorf-Siegaue (1), Wulfen (2-3)
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 (xl-Foto) Männchen |
 (xxl-Foto) Männchen |
 (xxl-Foto) Männchen |
| Klick auf die kleinen Bilder oder xl/xxl-Ansicht möglich |
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| Besondere Merkmale |
Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen
Beim Männchen ist die Grundfärbung des Vorderkörpers hellblau, die Oberseite ist allerdings schwarz gefärbt. Bei jungen Exemplaren weist der Vorderkörper an Stelle einer hellblauen oft eine rosa bzw. blauviolette Färbung auf. Beim Hinterleib sind das 2., 7. und 9.-10. Hinterleibsegment unten hellblau und oben schwarz, die Segmente 3-6 sind oben ebenfalls schwarz und unten gelblich. Das 8. Hinterleibsegment hingegen ist komplett hellblau, wodurch sich ein sehr auffälliges hellblaues "Schlusslicht" ergibt. Ausgefärbte Weibchen sind entweder wie das Männchen gefärbt oder sind (oliv)bräunlich gefärbt, wobei dann auch das Schlusslicht bräunlich ist.
"Schlusslicht" von Ischnura elegans
Ein weiteres auffallendes Merkmal (der Gattung Ischnura) ist das zweifarbige Pterostigma. Es ist innen braun und außen weiß. Das Pterostigma des Vorderflügels ist kaum größer als des Hinterflügels.
Ähnliche Arten: Ischnura elegans kann mit Ischnura pumilio verwechselt werden. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das hellblaue Schlusslicht, das sich bei Ischnura pumilio über den Hinterrand des 8. und über das 9. Hinterleibsegement erstreckt und bei Ischnura elegans ausschließlich das gesamte 8. Hinterleibsegmente belegt. Des Weiteren weist bei Ischnura pumilio das 9. Hinterleibsegement oben eine mehr oder weniger ausgeprägte schwarze Zeichnung auf. Bei Ischnura elegans hingegen fehlt eine solche schwarze Zeichnung auf dem 8. Hinterleibsegement.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Pterostigma. Bei Ischnura pumilio ist das Pterostigma im Vorderflügel doppelt so groß wie im Hinterflügel, bei Ischnura elegans hingegen kaum größer.
Körperlänge: 30-35 mm Flügelspannweite: 45-50 mm
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| Lebensraum |
Die Große Pechlibelle ist eine sehr anspruchslose Libellenart mit einer breiten ökologischen Valenz. Sie besiedelt alle Typen von stehenden bis langsam fließenden, eutrophen bis mesotrophen Gewässern. Gemieden werden nur sehr saure Gewässer wie Hochmoortümpel und -schlenken und schnell fließende Bäche. Ihre Larven sind gegenüber Gewässerverschmutzung wenig empfindlich. Zudem wird auch Brackwasser besiedelt.
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| Biologie und Lebensweise |
Das Weibchen legt im Gegensatz zu anderen Schlanklibellen ihre Eier ohne Anwesenheit des Männchens ab. Die Eiablage erfolgt in eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen, wobei gerne auf dem Wasser treibende (halb verfaulte) Pflanzenteile genommen werden. Die Weibchen kommen im Gegensatz zu anderen Libellenarten erst ab dem (späten) Nachmittag zur Eiablage ans Gewässer. So können sie lästigen Männchen entgehen, die auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen sind.
Die Larven leben in auf dem Wasser treibenden Pflanzenteilen.
Einjähriger Entwicklungszyklus. Die Überwinterung erfolgt oft im letzten Larvenstadium, aber auch in jüngeren.
Flugzeit: Anfang Mai bis Ende September
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| Nahrung |
Insekten
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| Verbreitung in D/Welt |
Die Große Pechlibelle ist über nahezu ganz Europa verbreitet. Lediglich in Schweden, Norwegen und Finnland ist sie auf die südlichen Landesteile beschränkt. Ebenso fehlt sie in Spanien und Portugal und den westlichen Mittelmeerinseln.
Ischnura elegans ist über ganz Deutschland verbreitet und eine der häufigsten Libellen überhaupt.
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| Verbreitung in NRW |
Ischnura elegans ist über ganz NRW verbreitet und sehr häufig. Verbreitungskarte der Großen Pechlibelle des Arbeitskreises zum Schutz und zur Kartierung der Libellen in Nordrhein-Westfalen.
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| Benutzte Literatur |
BELLMANN, HEIKO (1987): Libellen: beobachten, bestimmen - Neumann-Neudamm (JNN-Naturführer). Melsungen. 272 S.
SCHORR, M. (1990): Grundlagen zu einem Artenhilfsprogramm Libellen der Bundesrepublik Deutschland. - Biltho-ven (Ursus Scientific Publishers), 512 S.
WENDLER, A. & J.-H. NÜß (1992): Libellen. 3. Aufl. - Hamburg (Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung), 131 S.
Zur Buchliste weiterer interessanter Libellen-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Libellen (Odonata) im Internet |
Arbeitskreises zum Schutz und zur Kartierung der Libellen in Nordrhein-Westfalen: Infos, Kontakte, Fotos, Links, Artenliste
Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e.V. (SGL): Infos, Kontakte, Fotos, Links, Artenliste, Kartierung, Biologie, Ökologie usw.
Zur Linkliste weiterer interessanter Libellen-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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