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Kleine Mosaikjungfer, Früher Schilfjäger Brachytron pratense (O. F. MÜLLER, 1764) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Gliederfüßer (Arthropoda)
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| Klasse: | Insekten (Insecta)
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| Ordnung: | Libellen (Odonata)
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| Familie: | Großlibellen (Anisoptera)
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Synonym: | Brachytron hafniense MÜLLER, 1764
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Fotos (© Thorsten Lindekamp (1-2), Heide & Willi Wünsch (3))
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Wyler (Kranenburg am Niederrhein, 1-2), Köln (Wahner Heide, 3)
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 (xxl-Foto) Männchen 13.05.2008 |
 (xxl-Foto) Männchen 13.05.2008 |
 (xxl-Foto) Weibchen 01.05.2010 |
| Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich |
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| Besondere Merkmale |
Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen

Männliche Kleine Mosaikjungfer - Brachytron pratense (© Thorsten Lindekamp)

Weibliche Kleine Mosaikjungfer - Brachytron pratense (© Horst Günter Neuhoff, Wahner Heide/Köln, 01.06.2010 - xxl-Foto)
Die kleinste heimische Edellibelle fällt durch ihre auffällige Behaarung an Thorax und den vorderen Abdominalsegmenten auf. Die Thoraxseiten sind grün mit 2 schrägen, schwarzen Streifen (Aeshna mixta = braune Brust mit breiten, gelblichen Seitenbinden). Auffallend lange schmale Flügelmale (Pterostigma) und sehr lange Hinterleibsanhänge.
Männchen: Hinterleib schwarz-blau gescheckt
Weibchen: Hinterleib schwarz-gelbgrün gescheckt
Larve: Kleine knopfförmige Augen (nehmen weniger als die Hälfte vom Seitenrand des Kopfes ein), auf der Unterseite ausgehöhlter Hinterleib, abgeflachte Beine, ein fadenförmiger 6-7-gliedriger Fühler und der langgestreckte Aeshnidae-Körper kennzeichnen die Larve von Brachyton pratense.
Körperlänge: 55-65 mm Flügelspannweite: 70-80 mm
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| Lebensraum |
Die Kleine Mosaikjungfer bevorzugt teilbesonnte stehende und langsam fließende Gewässer, wie Weiher, Grubengewässer, Torfstiche, Gräben und extensiv genutzte Seen mit schilfreichen (Großröhrichte) Ufern oder Flußauen (Altwässer). In der Reifezeit häufig auf Freiflächen zwischen Gehölzbeständen jagend.
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| Biologie und Lebensweise |
Die Eier werden in schwimmende Pflanzenteile eingestochen. Die Larven überwintern 2-3mal und benötigen somit 3 Jahre für ihre Entwicklung. Sie leben in der Vegetation und stellen sich bei Berührung tot.
Die Flugzeit von Brachytron pratense reicht von Mai bis Juni/Juli.
Die folgenden Bilder stammen alle von Heide & Willi Wünsch (Wahner Heide/Köln: Großes, stehendes Gewässer mit Ufervegetationen zum Teil aus niedrigen Erlen und stellenweise starkem Schilfbewuchs - 01.05.2010):

Links: Geschlüpfte weibliche Kleine Mosaikjungfer - Brachytron pratense ( xxl-Foto 5), rechts: Exuvie (= Larvenhaut) (xxl-Foto 6)
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| Nahrung |
Die Larven und die adulten Libellen ernähren sich von Insekten.
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| Verbreitung in D/Welt |
Verbreitungsschwerpunkte sind Mittel- und Osteuropa, nach Norden und Westen bis Südskandinavien und Großbritannien. Im Süden enden die Nachweispunkte auf Höhe der Pyrenäen durch den mittleren Balkan bis zur Nordküste des Schwarzen Meeres.
In Deutschland vor allem im Tiefland und den Flussniederungen vorkommend. Schwerpunkte sind das Norddeutsche Tiefland, das Rhein-Main- und das Donaugebiet. Höhere Lagen werden nur lückig besiedelt, Gebirgsgegenden werden gemieden.
In der Roten Liste der gefährdeten Tiere Deutschlands (1998) belegt die Kleine Mosaikjungfer den Status 3 = gefährdet.
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| Verbreitung in NRW |
Auch in NRW beschränkt sich das Verbreitungsgebiet dieser Libellenart auf das Tiefland. Am Niederrhein und im Bereich der Niers liegen die Schwerpunkte der hiesigen Bestände. Hier können Sie sich die Verbreitungskarte der "Kleinen Mosaikjungfer" des Arbeitskreises zum Schutz und zur Kartierung der Libellen in Nordrhein-Westfalen ansehen.
In der Roten Liste der gefährdeten Libellen (Odonata) in Nordrhein-Westfalen (1999) belegt Brachytron pratense den Status 2 = stark gefährdet.
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| Benutzte Literatur |
BELLMANN, H. (2007): Der Kosmos Libellenführer. Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart. 279 S.
BROCKHAUS, T. & U. FISCHER (HRSG.) (2005): Die Libellenfauna Sachsens. Natur & Text Rangsdorf. 427 S.
JURZITZA, GERHARD (1988): Welche Libelle ist das? Die Arten Mittel- und Südeuropas - Franckh (Kosmos Naturführer). Stutgart. 191 S.
LANDMANN, A. (mit G. LEHMANN, F. MUNGENAST & H. SONNTAG): Die Libellen Tirols. Berenkamp-Verlag, Bruneck. 324 S.
ZIMMERMANN, W., F. PETZOLD & F. FRITZLAR (2005): Verbreitungsatlas der Libellen (Odonata) im Freistaat Thüringen - Naturschutzreport 22, Jena. 224 S.
Zur Buchliste weiterer interessanter Libellen-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Libellen (Odonata) im Internet |
Arbeitskreises zum Schutz und zur Kartierung der Libellen in Nordrhein-Westfalen: Infos, Kontakte, Fotos, Links, Artenliste
Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e.V. (SGL): Infos, Kontakte, Fotos, Links, Artenliste, Kartierung, Biologie, Ökologie usw.
Zur Linkliste weiterer interessanter Libellen-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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