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Grauer Schildlausrüssler, Schildlaus-Breitrüssler -
Brachytarsus nebulosus (FORSTER, 1771)
Artenprofil von Thomas Hörren


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Breitrüssler (Anthribidae)
Synonym:
Brachytarsus variegatus (GEOFFROY)
Anthribus nebulosus (FORSTER 1770)

Fotos (© Axel Steiner)
Breckerfeld


(xxl-Foto)
04.03.2007

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04.03.2007
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04.03.2007

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04.03.2007

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04.03.2007
Besondere Merkmale

Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen

Der Schildlaus-Breitrüssler ist ein häufiger Vertreter der Breitrüssler. Der Käfer ist von kurzer, gedrungener Gestalt, braun bis schwarz gefärbt und mit hellen Schuppenpunkten versehen.

Weitere Merkmale: Auf dem Halsschild eine weißliche Gitterzeichnung (Hsch. nur mit nebelförmig angedeuteten 4 Dorsalflecken und einigen hellen, behaarten Stellen vor der Mitte, die alle sehr oft nicht zu erkennen sind), auf den Flügeldecken ungerade Zwischenräume manchmal völlig hell; Fühler und Beine schwarz, Schienen manchmal rötlich; Rüssel kurz und breit; Fühlerfurchen auf der Rüsselunterseite tief; Halsschild so breit wie die Flügeldecken, an der Basis zweibuchtig; auf den Flügeldecken schmale, gut erkennbare Punktreihen.

Ähnliche Arten: Brachytarsus fasciatus (die zweite Art der Gattung, die in NRW nachgewiesen wurde), kommt auch an Nadelhölzern vor, ist aber viel seltener und lässt sich gut von Brachytarsus nebulosus anhand des Halsschildes unterscheiden. Außerdem wechseln sich bei dieser Art in den ungeraden Zwischenräumen die Flecke aus weißen und schwarzen Härchen ab.

Körperlänge: 1,5-4 mm

Lebensraum
Man findet die Käfer im Fühjahr und Sommer auf Holz, seltener auf Blüten. Dort wo auch Schildläuse vorkommen, vor allem an Nadelbäumen, hat man gute Chancen auch auf den Schildlaus-Breitrüssler zu treffen.

Biologie und Lebensweise
Die Larven des Schildlaus-Breitrüsslers leben unter den stark gewölbten Körpern in den Brutblasen von Schildläusen (Familie Coccidae) und ernähren sich hier zunächst von den Eiern und Larven und später auch von den Läusen selbst. Vor allem werden die Fichtenquirlschildläuse (Gattung Physokermes) befallen; hier besonders die Fichtennapfschildlaus (Physokermes piceae) oder die Fichtenquirl-Schildlaus (Physochermes hemicryphus).
Brachytarsus nebulosus gilt im Nadel-Forstwald als sehr nützlich und wirkungsvoller Räuber, so das teilweise sogar auf eine Insektizidanwendung zum Schutze befallener Fichten verzichtet werden konnte (www.waldwissen.net).

Die Käfer überwintern oft gesellig und sind während dieser Zeit leicht unter Kiefern- und Fichtenrinde zu finden.

Nahrung
Schildläuse in allen Entwicklungsstadien.

Verbreitung in D/Welt
Verbreitet in Eurasien, im Norden bis Südnorwegen, Nordschweden, Mittelfinnland, Südengland und Schottland.
Die Art ist in Deutschland in jedem Bundesland verbreitet und häufig.

Verbreitung in NRW
Brachytarsus nebulosus ist auch in NRW häufig.

Benutzte Literatur
HARDE, K. W. und SEVERA, F. (2006): Der Kosmos Käferführer - Die Käfer Mitteleuropas. 5. Aufl., Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

HURKA, K. (2005): Brouci Ceske a Slovenke republiky - Beetles of the Czech and Slovak Republics, Nakladatelstvi Kabourek, Zlin - 390 S.

KOCH, K. (1968): Käferfauna der Rheinprovinz - Decheniana Beihefte 13., Selbstverlag des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens, Bonn - 382 S.

CD-ROM: REITTER, E. (1908 bis 1916): Fauna Germanica - Die Käfer des deutschen Reiches. Neusatz und Faksimile der 5-bändigen Ausgabe. Stuttgart - Directmedia Berlin 2006. Digitale Bibliothek Band 134.

ZAHRADNIK, J. (1985): Käfer Mittel- und Nordwesteuropas. Paul Parey - 498 S.


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Weitere Informationen zu Käfern (Coleoptera) im Internet

www.waldwissen.net

AG Rheinischer Koleopterologen (www.koleopterologie.de): Die Seite zum Thema Käfer. Links, Veröffentlichungen, Termine, Fotogalerie


Zur Linkliste weiterer interessanter Käfer-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de