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Grünes Heupferd - Tettigonia viridissima LINNAEUS, 1758
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Springschrecken (Saltatoria)
Unterordnung: Laubheuschrecken (Ensifera)

Fotos (© Axel Steiner (1-5), Kurt Stueber (6))
Eifel (bei Blankenheim, 1-5), Flerzheim/Rheinbach (6)


(xxl-Foto)
Weibchen
30.08.2008

(xxl-Foto)
Männchen
30.08.2008

(xxl-Foto)
Männchen
30.08.2008
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(xxl-Foto)
Männchen
30.08.2008

(xxl-Foto)
Weibchen
30.08.2008

(xxl-Foto)
Weibchen
05.09.2009
Besondere Merkmale

Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen



Porträt des männlichen Heupferds (© A. Steiner) (xxl-Foto)

Grundfärbung grün, es kommen jedoch manchmal vollständig gelb gefärbte Exemplare bzw. Tiere mit gelblichen Beinen vor.
Flügel sehr lang, überragen Hinterknie sehr deutlich, beim Weibchen etwa so lang wie die Legeröhre. Die Cerci des Männchens überragen deutlich die Styli.



Legeröhre des weiblichen Heupferds (© A. Steiner) (xxl-Foto)

Laut schwirrender, weithin (ca. 50 m) hörbarer Gesang, der sich bei Temperaturen unter 12-16 °C ändert und abgehackter wirkt.

Den Gesang des Grünen Heupferds kann man sich hier auf der niederländischen Seite (Kenmerkengids Sprinkhanen en krekels) von Mark van Veen anhören. Das © des Gesangs liegt bei B. Odé.

Körpergröße: Männchen: 28-36 mm; Weibchen: 27-38 mm

Lebensraum
Das Grüne Heupferd besiedelt eine Vielzahl von Biotoptypen. Bevorzugt werden Waldränder, Wiesen und verbuschende Brachflächen mit Staudenfluren und gut ausgebildeter Krautschicht. Daneben ist das Grüne Heupferd als Kulturfolger häufig in Siedlungen (Gärten, Parks etc.) zu finden. Landwirtschaftliche Nutzflächen, wie Getreidefelder, werden dann bewohnt, wenn Begleitstrukturen wie Hecken, Sträucher oder Bäumreihen eingestreut vorhanden sind.

Biologie und Lebensweise
Das Grüne Heupferd nutzt höhere Biotopstrukturen wie Sträucher und Bäume als Singwarten. Männchen haben ein Revier und verhalten sich territorial gegenüber anderen Männchen.
Eiablage in den Boden. Die Embryonalentwicklung kann 1,5 bis 5 Jahre betragen.
Adult Juli bis Oktober.
Tag- und nachtaktiv. Singt bis tief in die Nacht hinein.

Nahrung
Insekten und Kräuter. Kannibalismus kommt gelegentlich auch vor.

Verbreitung in D/Welt
In ganz Deutschland verbreitet und häufig. Verbreitungslücken gibt es nur in den Alpen und in höheren Mittelgebirgslagen.

Verbreitung in NRW
In NRW weit verbreitet und häufig.
Verbreitungskarte des "Grünen Heupferds" der AK Heuschrecken NRW

Benutzte Literatur
BELLMANN, Heiko (1993): Heuschrecken: beobachten, bestimmen - Naturbuch Verlag, Augsburg. 349 S.

DETZEL, Peter (1998): Die Heuschrecken Baden-Württembergs - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. 580 S.

WENDLER, A. , LORENZ, C. & J. HORSTKOTTE (1999): Heuschrecken. 13. unveränderte Auflage; Hamburg. HRSG.: Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung. 97 S.


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Weitere Informationen zu Heuschrecken (Saltatoria) im Internet

Arbeitskreis Heuschrecken NRW: Infos, Kontakte, Links, Artenlisten

Tier und Natur (Hans-Jürgen Martin): Informationen, Körperbau, Artenlisten...

Mark van Veen: Niederländische Seite mit Artenprofilen und Gesängen der Heuschrecken.


Zur Linkliste weiterer interessanter Heuschrecken-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de