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Literaturempfehlungen zu (Wild-)Gräsern (Gramineae und Cyperaceae)

Ich bemühe mich darum, hier immer die neueste Literatur zu den verschieden Artengruppen aufzulisten.
Falls empfehlenswerte Literatur fehlt wäre ich für eine E-Mail sehr dankbar!

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Titel: Unsere Gräser: über 400 Farbzeichnungen
Autoren: Dietmar Aichele; Heinz-Werner Schwegler
Erscheinungsjahr: 2011, 12. aktualisierte Auflage
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 223 S.
ISBN-NR.: 978-3440125731
Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos)

Kurzmitteilung (Verlag):
Größe: 20,2 x 14 x 2 cm; 833 Abbildungen; laminierter Pappband
Das Standardwerk "Unsere Gräser" von den Autoren Dietmar Aichele und Heinz- Werner Schwegler hilft seit über 40 Jahren zuverlässig beim Einstieg in das anspruchsvolle Metier der „Gräserkunde“. Der Klassiker erscheint jetzt in der 12. Auflage mit aktualisierter Taxonomie und den neuesten Pflanzennamen. Neben einer umfassenden Einleitung zu grasartigen Pflanzen und deren Nutzung, enthält der Naturführer einen Bestimmungsschlüssel mit 350 Schwarzweißzeichnungen. Über 400 detailreiche Farbzeichnungen von Süßgräsern, Sauergräsern und Binsen sowie die Abbildung ähnlicher Arten nebeneinander ermöglichen ein sicheres Bestimmen.

Meine Meinung:
An dieser neuesten Auflage des Gräserbestimmungsklassikers sind im Vergleich zur fast 15 Jahre alten Vorgängerversion wohl nur einige Namen und taxonomische Feinheiten geändert worden. Die Texte, Bestimmungsschlüssel und Abbildungen sind - soweit ich das beurteilen kann - unverändert geblieben. Mit diesem Buch lässt sich nach wie vor ganz gut arbeiten. Blühende Gräser können mit dem auf schematischen Abbildungen basierenden Bestimmungsschlüssel ganz gut vorsortiert und mit Hilfe der farbigen Detailzeichnungen bestimmt werden. Die ausführlichen Texte beschreiben Merkmale und Ökologie der Arten. Natürlich gibt es auch einleitende Texte, die die Unterschiede zwischen Poaceae, Cyperaceae und Juncaceae erläutern. Ausführlicher werden die Kulturpflanzen (Getreide) vorgestellt. Die farbigen Zeichnungen der Gräser sind recht naturgetreu, aber es bleibt dabei, das es nicht ganz einfach ist Gräser zu bestimmen. Insbesondere im nichtblühenden Zustand ist dies - im Gegensatz "zum Klapp (siehe unten)" - mit diesem Buch nicht möglich!

Die 11. Aufl. aus dem Jahre 1998 sah so aus:

Die 9. Auflage von 1988:




Titel: Waldgräser: Der Bestimmungsführer
Autoren: Christine Rapp, Norbert Bartsch
Erscheinungsjahr: 2016
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 268 S.
ISBN-NR.: 978-3258079578
Verlag: Haupt

Kurzmitteilung (Verlag):
Größe: 13,8 x 21 cm; rund 500 Farbfotos und Zeichnungen; Flexibroschur; Gewicht: 632 g
Im Vergleich zu den Wiesengräsern führen die Waldgräser im wahrsten Sinne ein «Schattendasein»: Während die einen als Grünland und Steppe Landschaften prägen und weltweit als wichtigste Nahrungs- und Futterpflanzen dienen, werden die anderen kaum wahrgenommen. Forstpraktiker wissen jedoch seit langem um die Bedeutung der Waldgräser. Gemeinsam mit anderen Waldbodenpflanzen liefern sie wertvolle Hinweise auf Standorteigenschaften.
Die Kenntnis dieser Pflanzen ist für alle, die sich intensiv mit dem Wald beschäftigen, von großem Nutzen. «Waldgräser» richtet sich denn auch an Forstleute, Standortkundler, an Studierende der Forstwissenschaften, Biologie und Landschaftsökologie sowie an Pflanzenfreunde, Naturliebhaber und interessierte Waldspaziergänger.

Meine Meinung:
Die "Waldgräser" fristen auf den ersten Blick ein eher unscheinbares Dasein. Wie alle Gräser können sie nicht mit hübschen Blüten punkten, sie spielen als Nahrungs- oder Arzneipflanzen keine große Rolle und die Bestimmung der Arten fällt eher schwer. Umso bemerkenswerter finde ich was die Autoren letztendlich mit diesem Buch vorgelegt haben.
Ausführlich, mit einfachen Worten und gut bebildert werden die 3 Familien Süßgräser, Binsen und Ried- oder Sauergräser zunächst in einleitenden Kapiteln vorgestellt. Bewaffnet mit dem notwendigen Grundwissen kann man sich nun mit Hilfe von mehreren Bestimmungsschlüsseln (einerseits Merkmale der Blüten aber auch anhand von vegetativen Merkmalen) an der Artbestimmung versuchen. Ein wenig schade finde ich, dass bei der gefundenen Art der Seitenquerverweis zum Artenprofil fehlt. Dafür sind die Artenprofile vom Feinsten. Neben einem Foto des Habitus finden sich je nach Bedarf zahlreiche weitere ausgezeichnete Detailfotos der wichtigsten Bestimmungsmerkmale. So gut habe ich das bisher noch in keinem anderen Buch gesehen. Ferner kann man in einer Jahresverlaufsleiste schnell die Blüte- und Fruchtmonate ablesen. Erklärungen zur Namensgebung, ausführlichste Beschreibungen des Habitus, der Halme, Blätter, Blatthäutchen und des Blütenstandes gehen einher mit Infos zu ökologischem Verhalten bishin zur Angabe der Ellenbergschen Zeigerwerte (Licht, Temperatur, Kontinentalität, Feuchte, Reaktion, Stickstoff/Nährstoff), Angaben zu Waldbindung und Ökologischer Artengruppe lassen keine Wünsche offen. Angaben zu Verbreitung, Gefährdung und Schutzstatus und ein Kapitel über "Wissenswertes und Verwendung" runden das Artenprofil perfekt ab.
Im Anhang findet sich noch ein ausführliches Glossar mit Erklärungen der verwendeten Fachbegriffe.

Fazit: Gräserbestimmung ist nicht einfach. Mit diesem Buch bekommt aber auch der Einsteiger in das schwierige Thema eine echte Erfolgs-Chance. Die Bestimmungsschlüssel und 1a-Artenprofile ermöglichen eine Bestimmung der Waldgräser sowohl im blühenden als auch im nichtblühenden Zustand.
Ich persönlich hätte mir ein Buch auf diesem Level für alle Gräserarten gewünscht, da ich den Begriff "Waldgräser" etwas schwammig finde und es natürlich zu Überschneidungen kommen kann. Arten mit geringer Waldbindung (wie z. B. das extrem häufige Einjährige Rispengras - Poa annua) wurden in dieses Buch jedoch nicht aufgenommen. Somit kann der Pflanzenfreund nur hoffen, dass sich das gefundene Gras, das bestimmt werden soll nicht zufällig in den Wald "verirrt" hat.
Mit Ausnahme dieser kleinen Einschränkung haben wir hier ein äußerst bemerkenswertes Buch über Waldgräser vorliegen, dass für Pflanzenfreunde jeglicher Vorkenntnisse eine enorme Bereicherung darstellt und neben der Aufgabe als Bestimmungsführer auch ausführliche Informationen zu den behandelten Arten vermittelt.


Titel: Gräserbestimmungsschlüssel für die häufigsten Grünland- und Rasengräser
Autoren: Klapp, Ernst; von Boberfeld, Wilhelm Opitz
Erscheinungsjahr: 2004; 5. korr. u. neubearb. Aufl.
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 84 S.
ISBN-NR.: 3800144980
Verlag: Ulmer (Eugen)

Kurzmitteilung (Verlag):
100 Abbildungen, kartoniert.
Mit diesem Gräserbestimmungsschlüssel bestimmen Sie leicht und schnell die häufigsten Süssgräser auf Grünland und Rasenflächen. Durch die genauen Merkmalsbeschreibungen und die zahlreichen Detailzeichnungen ist die Ansprache der Süssgräser sowohl im blühenden als auch im nichtblühenden Zustand möglich. Diese 5., korrigierte und neu bearbeitete Auflage des Gräserbestimmungsschlüssels bildet zusammen mit dem Kräuterbestimmungsschlüssel von den gleichen Autoren eine unverzichtbare Einheit für alle, die Süssgräser und Kräuter auf Grünland und Rasen bestimmen möchten.

Meine Meinung:
Ich kenne das Buch nicht, es macht aber schon ein wenig stutzig, das der Klassiker von den beiden Buchautoren hier in einer stark gekürzten Fassung vorgelegt wird und von den wichtigsten Arten gesprochen wird. Das Original (nächstes Buch) mit seinen weit über 700 Abbildungen und über 280 Seiten scheint hier in einer arg geschrumpften Version vorzuliegen, die wohl sehr viele Arten nicht vorstellen kann.


nur noch antiquarisch erhältlich!

Titel: Taschenbuch der Gräser
Autoren: Klapp, Ernst; von Boberfeld, Wilhelm Opitz
Erscheinungsjahr: 1990, 12. Aufl.
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 282 S.
ISBN-NR.: 3826328132
Verlag: Blackwell Wissenschafts-Verlag

Kurzmitteilung (Verlag):
Diese vielseitige Gräserkunde wendet sich an Interessenten in Schule, Studium, Praxis und Hobby und beschreibt in leicht verständlicher Weise die heimischen Gräser, ihre Merkmale, Eigenschaften, Standortansprüche und ihren Nutzwert. Bestimmungsschlüssel ermöglichen das sichere Erkennen blühender und nichtblühender Gräser.

Meine Meinung:
Sicherlich der Klassiker unter den Gräserbestimmungsschlüsseln. Wer sich ernsthaft mit der Bestimmung von Süßgräsern beschäftigen will, kommt um dieses Buch kaum herum. Das Buch ermöglicht auch die Bestimmung von nichtblühenden Gräsern. Es handelt sich aber nicht um ein Bildbestimmungsbuch (trotz der 749 Abbildungen) sondern richtet sich sicher an den fortgeschrittenen Pflanzenfreund. Leider werden auch keine Seggen und Binsen behandelt.


Titel: Pareys Gräserbuch
Autor: Conert, Hans J.
Erscheinungsjahr: 2000
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 592 S.
ISBN-NR.: 3800145685
Verlag: Ulmer (Eugen)

Kurzmitteilung (Verlag):
279 sw-Zeichnungen, gebunden.
Etwa ein Zehntel aller in Deutschland vorkommenden Arten von Blütenpflanzen sind Süßgräser. Pareys Gräserbuch ist das erste Bestimmungsbuch, das sämtliche Grasarten Deutschlands mit Abbildungen und ausführlichen Beschreibungen behandelt. Der detaillierten Artbeschreibung folgen jeweils Angaben zur Verbreitung, zum Standort und zur Pflanzensoziologie. Wissenschaftlich exakte und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Zeichnungen sowie ein illustrierter Bestimmungsschlüssel stellen diejenigen Merkmale, die für die Bestimmung wichtig sind, dar.
Pareys Gräserbuch wendet sich an einen breiten Leserkreis in Lehre, Forschung und Praxis: an Studierende der Biologie und des Gartenbaus, an Fachleute, die Gutachten oder Kartierungen für bestimmte Gebiete zu erstellen haben, an alle, die sich für die Gräser begeistern lassen oder einfach Freude an einem schönen Buch haben. Dieses einmalige Werk bietet auch dem wenig Vorgebildeten die Möglichkeit, Zugang zu dieser wichtigen Pflanzengruppe zu gewinnen.

Meine Meinung:
Ich kenne das Buch nicht - allerdings spricht für das Werk der mit fast 600 Seiten sehr große Umfang und die erhebliche Preisreduzierung von ehemals 34,95 EUR auf knapp die Hälfte.


nur noch antiquarisch erhältlich!

Titel: Gräserbestimmung nach Photos. Eine Anleitung für die Praxis.
Autor: Volger, Erich
Erscheinungsjahr: 1994, 3. Aufl.
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 107 S.
ISBN-NR.: 3826330188
Verlag: Blackwell Wissenschafts-Verlag, Berlin

Meine Meinung:
Dieses Buch setzte auf Gräserbestimmung nach Fotos (196 Abbildungen). In dem Buch werden nur Süßgräser behandelt, die Fotos und Texte sind aber sehr gut und eine gute Ergänzung zum Klapp.


Titel: Gräser
Autoren: Hubbard, Charles E.; Boeker, Peter
Erscheinungsjahr: 1985
Sprache: Deutsch
Seitenzahl:
ISBN-NR.: 3800125374
Verlag: UTB Ulmer

Kurzmitteilung (Verlag):
Der Autor gibt zuerst eine allgemeine Einführung in den Bau der Gräser, ihre Ausdauer, Wuchsform sowie ihre Blüten- und Fruchtstände. Ausführliche Schlüssel ermöglichen dann die Bestimmung der Arten im blühenden und nichtblühenden Zustand und anhand der Samen. Von großem Wert sind dabei die bis ins Detail gehenden Abbildungen aller wichtigen Organe der Pflanzen, die von informativen Textbeschreibungen begleitet werden. In besonderen Kapiteln wird auf die mögliche Verwendung der Gräser als Getreide, Futterpflanzen, Ziergräser und im Landschaftsbau hingewiesen.

Meine Meinung:
Ich kenne das Buch nicht selber!